KLIMA/UMWELT

Stacks Image 165

FAKTENCHECK:

  • Der Anteil des Kohlendioxids beträgt nur etwa 0,04 % des gesamten Atmosphärenvolumens. Dieser Anteil entspricht rund 586 Gigatonnen.
  • Davon entfallen etwa 550 Gigatonnen = 94% auf natürliche Quellen
  • 36,3 Gigatonnen = 6% entfallen auf von Menschen verursachten Emissionen (jeweils bezogen auf ein Jahr).
  • Vor 500 Millionen Jahren war die Kohlenstoffdioxid-Konzentration in der Atmosphäre mindestens zehnfach höher als gegenwärtig und lag bei ca. 4.000 ppm.
  • Bezogen auf die 6% der menschengemachten Emissionen, entfielen 2016 auf China 28%, USA 16%, Indien 7%, Russland 5%, Japan 4% und auf Deutschland 2%.

DIE ERDE WEHRT SICH.

Ein schöner Gedanke. Vielleicht zu schön um wahr zu sein? Ich will wissen, was die Wissenschaft dazu sagt und frage Google: „Ist die Erde ein Organismus?“. Wikipedia verweist mich auf die „Gaia-Hypothese“ des Wissenschaftlers James Lovelock. Er entwickelte bereits in den 1960er Jahren die Theorie, dass die Erde und ihre Biosphäre mit einem Lebewesen vergleichbar sei. Ich komme ins Grübeln und stelle mir einen Moment vor, dass die Erderwärmung möglicherweise nichts anderes ist, als ein Fieberschub, der darauf ausgerichtet ist, den Megaorganismus Erde von einem Krankheitserreger zu befreien.

Fakt ist: die Gaia-Hypothese betrachtet die Erde als
ein sich selbstorganisierendes System. Es wäre damit in der Lage, sich an Veränderungen anzupassen, selbst wenn eine deutliche Zunahme negativer Einflussfaktoren eigentlich zu einem destabilisierenden Ergebnis führen müsste. So haben Forschungen gezeigt, dass sich der Sauerstoffgehalt der Atmosphäre in letzen 3-4 Milliarden Jahren nur unwesentlich verändert hat. Ganz ähnlich verhält es sich mit dem Salzgehalt der Meere. Dieser hat sich auch in den letzten Jahrmillionen kaum verändert und liegt noch immer bei 3,5 Prozent. Wie aber verhält es sich mit der Zunahme des CO2-Anteils in der Atmosphäre?

Wenn unser Planet tatsächlich als ein sich selbstorganisierendes System betrachtet werden muss, könnte man die aktuelle Entwicklung als einen Umformungsprozess interpretieren, der vielleicht vergleichbar ist mit einer Regeneration der Immunabwehr.

Wie die Erdgeschichte gezeigt hat, vollziehen sich Evolutionssprünge nicht aus einem Zufall heraus - sie sind das Ergebnis unzähliger Anpassungsprozesse, die der
Aufrechterhaltung des planetarischen Gleichgewichts dienen. Auch die körpereigenen Gene leiten Transformationsschübe ein, sobald ein gewisses Maß einer Bedrohung vorliegt, auf welcher Ebene auch immer.

Auch biologische Zellen verfügen über die Fähigkeit, die Architektur ihres eigenen Erbguts zu verändern. Dabei ist weder der Zeitpunkt wann sie dies tun, noch die Art und Weise, wie sie es anstellen dem Zufall überlassen. Veränderungen des genomischen Bauplans ereignen sich vorzugsweise dann, wenn Lebewesen unter einem starken ökologischen Stress stehen.